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Große, kleine, dicke, dünne, putzige, merkwürdige, unbekannte und altbekannte...

Autor: Maren | Datum: 08 Januar 2013, 08:58 | Kommentare deaktiviert

...Tiere gab es auf der Safari zum Tarangire Nationalpark, Ngorogoro Krater und Lake Manyara zu sehen!

Mit Barbara und ihren Söhnen (siehe vorherigen Blogeintrag) bin ich drei Tage lang von einem Park zur nächsten Attraktion gefahren und wir sind vielen interessanten Tieren, Pflanzen, Vegetationen und Menschen begegnet. Trotz Autopanne, mehrmaligen Regengüssen und unschöner Überraschungen hatten wir eine gute Zeit und ich muss zugeben, dass ich nicht erwartet hatte, so viel auch noch dabei zu lernen! :D 

Ein paar ausgewählte Impressionen lassen sich in den Fotoalben finden und ich hoffe sehr, dass ich noch viel mehr von diesem atemberaubenden, riesigen und mich jedes Mal in Erstaunen versetzenden Land sehen werde!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Betrachten der Tier- und Umwelt des Nordens Tansanias! 

Liebe Grüße, 

Eure Maren :)

 

"Bwana Yesu amefika kweli kweli! Halleluya! Halleluya! Halleluya!"

Autor: Maren | Datum: 07 Januar 2013, 18:02 | Kommentare deaktiviert

Noch zu Beginn des Dezembers hatte ich das Gefühl, Weihnachten sei weit weg und jegliche Weihnachtsstimmung würde ausbleiben. Dann stand es aber plötzlich vor der Tür und erschlug mich regelrecht! Die Adventssonntage wurden in der Gemeinde, zu der ich regelmäßig sonntags in den Gottesdienst gehe und auch im Chor mitsinge, wie jeder andere Sonntag auch behandelt. Es gab zwar einen mit Lametter überladenen Adventskranz, der von den Dachbalken baumelte, doch Weihnachtslieder wurden keine gesungen. Das Backen mit Alena (inklusive Bachs Weihnachtsoratorium während Alenas Mitbewohnerin mit Last Christmas dagegen hielt) setzte dann jedoch etwas bei mir in Bewegung und ich freute mich auf die kommenden Tage.

Am Sonntag vor Weihnachten erhielt ich meine "Choruniform" und erntete dabei strahlende und zustimmende Gesichter der Chormitglieder. Hach, tat das gut, denn es war ein sehr langer und anstrengender Prozess, sich diesen Menschen anzunähern. 

Am 24. Dezember wachte ich bereits um 6 Uhr morgens auf und fragt mich bitte nicht warum, doch ich habe den Verdacht, dass der tansanische Zeitrhythmus abfärbt, denn länger als 7 Uhr zu schlafen wird immer schwieriger für mich. Ich nutzte die frühen Morgenstunden, es den verbliebenen Studenten (viele fuhren über die Festtage und Silvester nach Hause) nachzutun: Ich wusch meine Wäsche, putzte das Zimmer, räumte auf und fing an ein wenig für die bevorstehende Reise zu packen - das steigert ja bekanntlich die Vorfreude ;)

Irgendwann war alles so blitzblank geputzt, dass nichts mehr zu tun übrig blieb. Also ging ich zu Gabi, eine Deutsche, die auch an der SEKOMU arbeitet, Barbara, einer deutschen Lektorin, und ihren Söhnen Peter und Paul, die für ein paar Wochen zu Besuch waren. Gemeinsam wurde das Haus geschmückt, Bananenkuchen gebacken, Geschenke in Zeitungspapier eingewickelt und "Siedler" gespielt. Paul und Gabi waren für das Weihnachtsessen zuständig und während der Hahn und die Kartoffelspalten im Ofen schmorten und Kokosmilch-Reis, Erbsen und Möhren vor sich hin kochten, haben wir unseren Weihnachtsbaum angezündet und eine gemütliche Runde der Bescherung mit Keksen, Kuchen, Kerzen und Kaminfeuer im Wohnzimmer gestaltet. Barbaras Söhne hatten viele Kleinigkeiten aus Deutschland mitgebracht, sodass Gabi sich über ein Nutellaglas freuen konnte, ich über Gummibärchen und Barbara über andere kleine Aufmerksamkeiten. :)

Kurz vor dem absolut leckeren Essen - ein großes Lob an die zwei Köche! - riefen meine Eltern an und ich hatte ein paar Minuten Weihnachten mit ihnen. Ich blieb noch lange bei den mittlerweile lieb gewonnen Freunden, es wurde viel gequatscht, gelacht und gemeinsam der Heilige Abend genossen. Hundemüde, aber unglaublich glücklich fiel ich spät abends ins Bett und schlief tief und fest in den nächsten Tag hinein.

Der 25. Dezember ist der eigentliche und wichtige Tag zu Weihnachten in Tansania. Für mich begann er mit einer Premiere: Ich trug zum aller ersten Mal die Choruniform und fühlte mich sogleich sehr viel verbundener mit meinen Mitsängern und -tänzern! Der Gottesdienst dauerte ca. 3 1/2 Stunden und da es draußen in Strömen regnete, blieben wir alle noch länger, um ausgelassen zu singen und zu tanzen. Der in der Überschrift genannte Ausruf war alle paar Minuten lautstark zu vernehmen und bedeutet "Der Herr Jesus ist wirklich und wahrhaftig angekommen! Hallelujah! Hallelujah! Hallelujah!" Die gesamte Kirche war mit Luftschlangen, Sternen, Lametter, Luftballons, bunten Bändern und zwei Tannenbäumen geschmückt, welche jedoch direkt vor der Kanzel und dem Pult für Ankündigungen standen, sodass man die Sprecher so gut wie nie sehen konnte. Aber das störte anscheinend niemanden; alle feierten die Ankunft des Herrn.

Nach dem Gottesdienst war ich bei einem indischen Lektoren der SEKOMU zum Mittagessen eingeladen. Leider kann ich den Namen des Gerichts weder aussprechen noch schreiben, also nur soviel: Es waren eine Art Reisfladen (ähnlich zu Pfannkuchen) mit einem super leckeren, aber auch extrem scharfen Chutney. Bei indischer Bollywood-Musik und zeitweisem Stromausfall genossen wir das Essen und warteten den Regensturz ein wenig ab, damit ich nicht völlig durchweicht nach Hause gehen musste. Ich war außerdem bei einer tansanischen Familie zum Nachmittag eingeladen, doch aufgrund des Regens, weiten Fußweges und knappen Benzins, konnte also auch nicht abgeholt bzw. später im Dunkeln nach Hause gebracht werden, haben wir die Einladung auf das neue Jahr verschoben. :)

Noch vor Weihnachten hatte ich die Angst, dass ich es alleine verbringen würde, doch schnell merkte ich, dass dies völlig unbegründet war. Ich erlebte ein schönes, anderes, neues und vor allem entspanntes Weihnachten und hatte nie das Gefühl, ich sei alleine mit meinen Weihnachtsplätzchen. :) Besonders die lieben Weihnachtsdekorationen, Briefe,  Karten und Kleinigkeiten, die mich aus nah und fern erreicht haben, trugen dazu bei, denn ich wusste, dass ihr in Gedanken bei mir seid, sobald ich meine "Weihnachtswand" betrachtete.

Schaut doch mal bei den Fotoalben vorbei, denn dort warten ein paar Eindrücke auf euch! :)