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Kuna umeme? - Samahani, hakuna!

Autor: Maren | Datum: 19 November 2012, 08:03 | Kommentare deaktiviert

Gibt es Strom? – Entschuldige, den gibt es nicht!

Dieser Austausch findet nun mittlerweile fast stündliche auf dem SEKOMU-Gelände statt, denn Strom ist im Moment rar bzw. existiert so gut wie nie. Die Unterhaltung wird mit traurigen Mimiken und Gesten untermalt und man wünscht sich gegenseitig „Pole sana!“ („Ich fühle mit dir!“ bzw. „Mein Beileid!“). Von Freitagmorgen bis Samstagabend gab es genau 30 Minuten Saft aus der Steckdose und das reichte im Leben nicht, um Handys, Laptops und andere Gerätschaften aufzuladen. Angeblich soll der nationale Stromanbieter TANESCO dafür verantwortlich sein, denn sie sind im Moment wohl dabei, entfernt liegende Dörfer mit Strommasten und –kabeln auszustatten. Immerhin haben sie einen guten Grund für diese ganzen Netzschwankungen. ;)

Nun lerne ich also wie es ist, ohne immer verfügbaren Strom und den damit einhergehenden Konsequenzen und Komplikationen zu leben und umzugehen. Mein kleiner Herd funktioniert nicht, mein Handyakku ist meistens so gut wie leer und der Laptop freut sich jedes Mal, wenn auch nur ein Fünkchen Energie ihn erreicht. Warm duschen ist ein absoluter Luxus, vom Internet mal gar nicht angefangen zu sprechen.

Am Samstagabend ging bei einer Freundin plötzlich der Fernseher an, der Ton funktionierte, doch das Bild verschwand immer mal wieder. Auch den Wasserkocher konnten wir benutzen, doch für die Glühbirnen reichte der Strom immer noch nicht aus. Also wurde wieder zu Kerzen und Streichhölzern gegriffen und so wurde es gewohnt gemütlich.

Doch trotz aller Schwierigkeiten, chronisch schwacher Akkus und so gut wie kaum Internet hat diese ganze „Hakuna umeme“ - Situation auch schöne Seiten:

  1. Ich lerne alltägliche und gewöhnliche Dinge extrem zu schätzen und lade jegliche elektronische Geräte direkt auf, sobald sich eine Gelegenheit ergibt, denn man weiß ja nie, wann es das nächste Mal Strom gibt.
  2. Ich habe immer einen Grund, es mir bei Kerzenschein mit anderen Mädels bei jemandem im Zimmer unter der Bettdecke gemütlich zu machen und es wird gequatscht, gelacht und gegessen was das Zeug hält!
  3. Wenn alles um einen herum komplett dunkel ist und es keinerlei künstliche Lichtquelle gibt, dann strahlen die Sterne am Himmel gleich tausend Mal heller, kräftiger und intensiver.

„Hakuna umeme!“ lohnt sich also allemal – solange ich zwischendurch mein Handy aufladen kann! ;)

 

Wandern im Wald

Autor: Maren | Datum: 06 November 2012, 08:33 | Kommentare deaktiviert

Letzten Samstag war ich mit David, dem englischen Gastlektoren für 4 Wochen, und Barbara, der deutschen Gastlektorin für ein Semster, für etwas mehr als 5 Stunden in der Umgebung wandern und der Weg führte uns über interessante Brückenkonstruktionen, durch Dörfer, über Stock und Stein und entland an Unmengen von Eukalyptus-Bäumen, die so stark gerochen haben, dass meine Nasennebenhöhlen komplett gereinigt wurden!

Dies sieht zwar instabil aus, lässt sich aber wunderbar als Gleichgewichtsübung benutzen! :)

Eines der Häuser, an denen wir auf unserem Weg entlang gekommen sind. Die Kinder sind uns daraufhin lange gefolgt und es bot sich die Gelegenheit ein "Kinder-Kiswahili" zu sprechen. Dies hatte zur Folge, dass es nicht auffiel, wie ich dabei war mir einen abzubrechen... :) Spitze für's Ego!

Der lange Aufstieg lohnt sich immer in genau dem Moment, indem man den Blick ins Weite vor sich hat!

David hat der Ehrgeiz gepackt und spontan ist er zu den Kindern auf den Felsen geklettert. Er ist auch wieder heile runtergekommen, keine Sorge! ;)

Hier kann man sehr gut sehen, wie hoch so mancher Eukalyptus-Baum hier wird - da kommt man sich vor wie ein Zwerg... 

Zwischendurch sind wir etwas vom Weg abgekommen und durch's "Unterholz" gelaufen. Eine Mama, die gerade Feuerholz gesammelt hat, hat uns wieder auf den richtigen track gebracht, etwas begleitet und dann den Weg Richtung SEKOMU beschrieben. Mit einer Anmutigkeit und hoch erhobenem Hauptes ging sie vor uns her über einen Felsen, wo nur ein heller Streifen den Weg markiert. 

Bereits den gesamten Tag war es sehr nebelig, bewölkt und regnerisch gewesen, doch davon hatten wir uns ja nicht aufhalten lassen. ;) Direkt unterhalb der Nebelfront lässt sich die Universität erahnen und bei dem Anblick wussten wir: Bald sind wir zu Hause, eine Dusche wird folgen und dann gibt es etwas leckeres zu Essen! :)

Die Stunden im Wald habe ich gut überlebt, bin abends hundemüde und fertig ins Bett gefallen und eine gute Nachricht gibt es: Ich hatte keinen Muskelkater! :)

P.s.:Bin ich nicht schön braun geworden? ;)