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Kiswahili-Sprachkurs mit den Schweden

Autor: Maren | Datum: 26 September 2012, 11:19 | Kommentare deaktiviert

Da die Studenten ja noch bis Anfang/Mitte Oktober in den Semster-Ferien sind, nehme ich z.Z. an einem Kiswahili-Sprachkurs teil, der seit 3 Jahren einer schwedischen Gruppe angeboten wird. Mittlerweile befinden wir uns in der 3. Woche und ich merke auch, dass ich manches schon anwenden kann. Besonders der Sprachkurs, den ich noch in Deutschland hatte, hilft mir nun jedoch ungemein, denn ich kenne somit schon einiges, was angesprochen oder angerissen wird. 

Kiswahili-Unterricht

  1. Seht ihr den dicken Schinken, der sich mein ehrbuch nennt? Kleiner Tipp: oranges Cover und gebunden.
  2. Mein Wörterbuch hat mir schon so manches Mal den Kopf gerettet - nicht nur im Unterricht, sondern eher bei Marktbesuchen... ;)
  3. Nicht alle sind immer so richtig aufmerksam und intensiv dabei - aber bei einem guten, spannenden Buch sei es Judit verziehen! ;)
  4. Na, wo bin denn ich?

Mehr vom Unterricht werde ich wohl bei Gelegenheit mal erzählen. 

Habt ihr sonst noch Fragen? Dann kann ich darauf in meinem nächsten Artikel eingehen. :)

 

Neuer Look

Autor: Maren | Datum: 26 September 2012, 11:11 | Kommentare deaktiviert

Wer es noch nicht mitbekommen hat, der wird nun etwas Neues zu hören bekommen!

Ich war letzte Woche bei Mama Rasuli und die hat mir rasta ndogodogo (kleine, kleine Rasta) gemacht! Ich liebe diese super praktische neue "Frisur" und man kann die lustigsten Dinge damit anstellen:

Eines sollte man jedoch bedenken: Die Kopfhaut war jahrelang von Haare gegen die Sonne geschützt worden und ist nun dementsprechend empfindlich! Aber dann kann ja eines der Tücher ins Spiel kommen. ;)

Ich bin gespannt auf eure Kommentare :)

 

Wäschewaschen für Anfänger - Klappe die 2.

Autor: Maren | Datum: 26 September 2012, 10:40 | Kommentare deaktiviert

Erst war nur ein normales Klamottenwaschen angesagt, doch nachdem ich eine dicke, fette, haarige, gruselige, komische, ... Raupe in meinem Bett gefunden hatte, wurde der Plan ausgedehnt:

Schnell Bett abziehen und ALLES waschen, was nicht niet- und nagelfest ist!Wäschechaos

Dann dachte ich mir: "Jetzt sind die Finger eh schon wund, alles klitschnass und die Lust im Keller - warum nicht noch 'nen paar weitere Sachen direkt mitsäubern?" Gesagt, getan. Notiz: auf diesem Foto befindet sich noch nicht alles... Es ist zwischendurch entstanden.

Nun sind die Finger im Eimer, die Wäsche tropft auf der Leine - denn das kräftige Auswringen habe ich mir einfach mal gespart - und ich habe mich mit einem super leckeren Kinderriegel belohnt. Hat sich der ganze Schlamassel also doch gelohnt! ;)

Wusstet ihr übrigends, dass die afrikanischen Stoffe extrem ausfärben? Schmeiß einmal auch nur ein Stoffteil von hier in die Schale und du darfst direkt das Wasser wechseln! Selbst nach mehreren "Waschgängen" haben alle Stoffe noch Farbe abgegeben und beim Aufhängen habe ich traumhaft rote und blaue Hände bekommen. Na, da kann ich mich ja auf etwas gefasst machen...

Und ich muss auch zugeben... So ab und zu - also immer dann, wenn ich waschen muss, sonst echt nie! ;) - vermisse ich die Waschmaschine, die bei uns zu Hause im Keller steht und immer unsere Socken frisst. Das verzeihe ich ihr in diesem Moment aus tiefstem Herzen!

 

Von gequetschten Fahrten, schwarzen Füßen und einer Party der anderen Art...

Autor: Maren | Datum: 13 September 2012, 12:31 | Kommentare deaktiviert

Habari gani? 

Nachdem nun über eine Woche jeden Tag mindestens 3 Mal der Strom weg war - bzw. eigentlich kam es einem eher so vor, als wäre es nur einmal gewesen und dann blieb er einfach für immer weg! -  und somit auch keinerlei Chance auf Internet bestand, denn man bedenke: kein Strom = kein Internet, habe ich nun spitz bekommen, dass das Internet im Hauptgebäude der SEKUCo sehrwohl funktioniert. Tja, Pech gehabt, würde ich mal sagen! Und so sitze ich hier nun im "Waiting Room for Guests" und freue mich wie ein kleines Kind über ein graues Kabel, dass meinen Laptop mit LAN füttert :)

Nun aber zu den schon in der Überschrift angekündigten Themen.

Zur Zeit sind für 6 Wochen 9 junge Menschen aus allen Teilen Schwedens an der SEKUCo. 1 Woche Orientierung, 5 Wochen Kiswahili-Sprachkurs und dann 6 Wochen Practical Work in the area of Lushoto. Wir befinden uns mittlerweile am Ende der ersten Woche des Sprachkurses und ich kann - Gott sei Dank! - daran teilnehmen! Die Studenten kehren erst Mitte Oktober an die Universität zurück und bis dahin habe ich überhaupt keine zugeteilte Arbeit. Warum also nicht ein Sprachkurs, den ich wohlbemerkt auch dringend brauche?! :D 

Letzte Woche sind wir für ein paar Stunden in das anderthalb Stunden entfernte Korogwe gefahren. Nur dort kann ich mit meiner Karte Geld abheben und somit wollte ich doch gerne einmal wissen, wie ich ich dahin komme bzw. wo ich hin muss. Da es in Magamba zur Zeit recht kühl ist und es auch viel regnet, löste Korogwe einen kleinen Hitzeschock in mir aus! Also diese warme und schwüle Luft bin ich nicht mehr gewöhnt! Da lob ich mir doch mein geniales Klima mitten und hoch in den Bergen. Das passt genau zu mir! :)

An eines habe ich mich schnell gewöhnen müssen: Nur weil ich ein Auto 5 bis 8 Plätze hat, heißt das nicht automatisch, dass sich darin auch nur 5 bis 8 Leute einfinden. Nein! Das wäre rein oekonomisch gesehen eine reine Platzverschwendung! Man kann also davon ausgehen, dass in einem 8-Sitzer meist zwischen 12 und 15 Leute sich eng an eng quetschen und dann ihr Leben bequatschen. Angst vor Körperkontakt? Pech gehabt! Während der Fahrt nach Korogwe waren wir also 12 hinten, wo normaleweise gut 8 sitzen können, und vorne noch einmal 3. Hier mal ein kleiner bildlicher Vorgeschmack:

Man bedenke, dass nicht alle mit auf dem Bild sind! Findet ihr mich? ;) Außerdem sind unverwackelte Bilder bei den Straßenverhältnissen schier unmöglich...

Mit Liedern auf Deutsch, Englisch, Schwedisch und Kiswahili haben wir die Zeit tot geschlagen und auch einigermaßen gut das pekige Gefühl überwinden können. :)

Außerdem bin ich letzte Woche mit Alena und Mareike, einer ehemaligen Freiwilligen der VEM, zum Irente View Point gelaufen. Genialer Blick über das weite Land in Richtung Süden. Fotos folgen bei Gelegenheit, denn ich habe noch nicht alle beisammen ;)

Aber eines möchte ich euch gerne zeigen! Ich habe den gesamten Weg in meinen dünnen Riemchensandalen zurückgelegt und nun kombiniere man dies mit roter Erde, jeder Menge Stöckern und einen langen  Fußmarsch. 

Nun zum Party-Teil... Während eines Ausfluges, welchen die Schwedinnen unternommen haben, ich jedoch schon etwas anderes vorhatte, haben sie einen jungen Massai-Mann kennengelernt, der sie prompt zu sich ins Dorf eingeladen hat. Dort sollte am nächsten Tag eine Feier stattfinden und schwupps waren wir mit von der Partie... :)

Zu Anfang haben wir keine Fotos gemacht, da wir nicht wussten, ob es erlaubt ist. Doch schon kurz darauf wurden wir angesprochen, WIESO wir keine machen würden! "You HAVE to take some, because we want you to have a lasting memory of our culture and dancing. Show the pictures at home and erase the prejudices!" Na das muss man sich mal vorstellen! Baff waren wir allemal! Und los ging die Fotoorgie. Besonders beeindruckt hat mich, die Ausdauer der Massai-Männer, denn eines kann ich euch sagen: So hoch zu springen - und dann auch noch über einen längeren Zeitraum - ist extremst anstrengend! Eigentlich ist das Springen eine Sache, die nur Männer während des Tanzens praktizieren, doch da wir Gäste waren, durften wir es auch mal probieren und mit einem riesigen Applaus den Kreis wieder verlassen. Gerade als ich dachte, ich wäre drumherum gekommen, sprang einer der jugnen Männer auf mich zu, rief "The German girl hasn't danced and jumped yet! Come on!" und schon hatte ich eines von deren Schmuckstücken um den Hals liegen und stand in der Mitte. Das ging schnell, als ich hätte "pieps" sagen können! Erst kam ich mir etwas merkwürdig vor, da am Ende machte es richtig Spaß und das Grinsen war nicht mehr aus meinem Gesicht zu wischen. :)

Ich habe eine Frau gefragt, wieso die Frauen nicht mitmachen. Da meinte sie nur: "It's the mens's time to dance, their event. We get our time on another occasion." Die gesamte Unterhaltung lief auf Kiswahili ab und danach bin ich mit Stolz geschwollener Brust wie ein Gockel davon stolziert, glücklich darüber, dass ich mit meinen mageren Sprachkenntnissen über soetwas habe sprechen können. :)

Der Anlass der Festes war der "Process of Maturity" einer Männer. Er beginnt mit dem 15 Lebensjahr und endet Mitte der 30er. Mehr dazu werde ich mal bei einer anderen Gelegenheit erzählen. :) Fotos dieses Abends findet ihr im Fotoalbum "Massai Party". 

Vorgeschmack: Spring, spring, spring! Rechts springt übrigens Ole. :)

Morgen nach dem Unterricht werde ich mit den Schwedinnen und einer anderen Deutschen, die "Special Education" hier für ein Semester unterrichten wird, nach TANGA fahren und es mir am Strand und Wasser gutgehen lassen. Weitere Erlebnisse schriftlicher Art folgen dann später :)

Fühlt euch feste umarmt und viel Spaß mit den Fotos! :)

 

Wäschewaschen für Anfänger – also mich!

Autor: Maren | Datum: 06 September 2012, 16:36 | Kommentare deaktiviert

Hallo meine Lieben,

Ich dachte mir, dass es je nach schon erworbenen Wascherfahrungen oder auch -unerfahrenheiten recht interessant sein könnte, mitzuteilen, wie ich so versuche, meine Wäsche (wenigstens einigermaßen) sauber zu bekommen. Man bedenke, dass ich noch nie zuvor in meinem Leben ein Kleidungsstück mit der Hand bearbeitet habe. Dementsprechend ist das Ganze auch abgelaufen... Man verzeihe mir die absolute No-Gos.

Für Tipps bin ich immer offen, denn ich kann mich ja nur verbessern! Nachmachen findet auf eigene Gefahr hin statt! :)

Man nehme eine große Plastikschüssel, fülle sie mit heißem Wasser und teste dieses auf die Temperatur. Dabei sollte man sich schon bereits mindestens einmal verbrennen, um sich an den Vorgang zu gewöhnen. Eine kleine handvoll Waschpulver folgt, gut verrühren und schon einmal die ersten Kleidungsstücke hinzugeben, damit sie sich mit Wasser vollsaugen können. Dann beginnt der eigentliche Spaß: Mit gebeugtem Rücken die Stoffe so sauber wie irgend möglich zu schrubben und reiben, ohne sich dabei ernsthaft zu verletzen. "Gewaschenes" Stück auswringen, an die Seite legen und mit dem nächsten Schwung weitermachen. Spätestens nach dem dritten T-Shirt, der x-ten Unterhose und einem riesigen Handtuch findet man sich völlig durchgeweicht auf dem Boden kniend wieder, da nun nichts trockenes mehr zu retten ist. Da nun die am Körper getragene Kleidung eh schon nass ist, kann man sie auch gleich ausziehen und mitwaschen, spart einen Waschgang beim nächsten Mal. Zwischendurch mal das Waschwasser wechseln und wenn alles im ersten Durchgang mit Waschpulver bearbeitet worden ist, folgt entweder eine zweite Waschpulverrunde oder aber die Schüssel wird mit klarem warmen Wasser gefüllt, um das Pulver irgendwie aus der Kleidung zu bekommen. Dies gestaltet sich schwieriger als gedacht und kostet mindestens genauso viel Kraft wie auch schon zuvor.

Sollte man der Meinung sein, das Waschpulver herausbekommen zu haben, folgen noch mindestens drei bis fünf weitere Waschgänge mit klarem Wasser. Und selbst dann ist es noch nicht alles draußen... Vor dem Aufhängen sollte man auf jeden Fall alles gut auswringen, da sonst das Trocknen 5-mal so lange dauert.

Dann überlegt man sich, ob man erst den Saustall im Badezimmer beseitigt oder sich erst trockene Sachen anzieht und direkt alles auf die Leine hängt. Ich habe mich für die zweite Idee entschieden - Saustall darf auch ruhig einmal ein Saustall bleiben und das schöne ist, dass Wasser ja auch von alleine trocknet - also könnte man ja sogar einen Arbeitsschritt sparen. ;)

Da die SEKUCo sehr viel Wert auf Sauberkeit, Ordnung und eine aufgeräumte Umgebung legt - und das meine ich nicht lächerlich oder negativ, denn es sieht echt alles immer super schön aus! -, darf ich meine Wäsche nicht vor meinem Zimmer aufhängen. An der Wäscheleine, die zwischen zwei Pfeilern gespannt worden ist und sich direkt anbieten würde. Nein, also laufe ich mit meinem Wäschekorb unter dem Arm bewaffnet um die vielen kleinen Flats und Zimmer herum, kraksel den Hügel hinauf, stolpere von einem Erdloch in das nächste und komme völlig fertig endlich oben an. Als Tipp kann ich mit auf den Weg geben: 1. Niemals Flipflops dabei anziehen! Gefahrenquelle zum Hinfallen Nummer 1! 2. Weiterhin nach Löchern Ausschau halten, denn sie verstecken sich an den unmöglichsten Orten! Und 3. wer Wäscheklammern hat, möge diese auch dringlichst mitnehmen, denn wie sollen denn sonst die Unterhosen und Socken auf der Leine bleiben?! Gut, also ich habe alle drei Punkte nicht erfüllt und befand mich dementsprechend aufgelöst oben am Hügel mit meinen schmerzenden Füßen in Löchern stehend und keinen Wäscheklammern. – Die habe ich mir übrigens direkt danach in Lushoto gekauft! Nun bin ich also für den nächsten Kampf mit Waschpulver, Löchern und Wind gewappnet!

Man bedenke, auf gar keinen Fall Socken oder etwas Langärmeliges bei diesem nassen Abenteuer anzuziehen, da man sich eh von oben bis unten zusaut!

Diese ganze Plackerei und das Geschufte hatte sich spätestens in dem Moment gelohnt, als ich meine erste gewaschene Wäsche auf der Leine hängen sah und einige Stunden später wieder einsammeln konnte. Auch wenn manches im Laufe des Tages auf dem Boden gelandet war, fühlte ich mich Stolz wie Oskar, die duftenden Stücke von der Sonne noch gewärmt im Arm liegend nach unten bringen zu können. :)

Diese Prozedur werde ich also wohl noch des öfteren durchlaufen und - hoffentlich - am Ende des Jahres perfektioniert haben! :)

 

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